Dekoration

Dekoration

Ornamente, Marmorierungen und mehr

Ornamente in unterschiedlichsten Formen und Farben begegnen uns täglich, sei es als flächige Gestaltungen, Banddekorationen oder Einzelmotive. Über Jahrhunderte immer wieder in unterschiedlichster Art interpretiert und abgewandelt war ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert.

Anfangs 20. Jahrhundert verpönt und vergessen, werden heute dekorative Ornamente wieder vermehrt zur Gestaltung stimmungsvoller Räume eingesetzt.
Unsere stilistischen Kenntnisse sowie die Erfahrungen traditioneller und moderner Ausführungstechniken, erlauben uns eine ornamentale Gestaltung auf allen möglichen Untergründen umzusetzen. Von Replikas historischer Bodenplatten oder dekorierter Scheiben, über grossflächige Wandschablonierungen, bis hin zu illusionistisch gemalten Dekorationen, können wir eine breite Palette der Dekorationsmalerei bieten.

Maserierungen

Die kunsthandwerkliche Arbeitstechnik der Holzimitation ist eine Spielart der Trompe l’Oeil-Malerei und hat ihren Ursprung bereits in der Antike.
Über Jahrhunderte hinweg wurde die Technik immer wieder auf unterschiedliche Art interpretiert – das Spektrum reicht von einer stilisierten Interpretation bis hin zu einer naturgetreuen Darstellung verschiedener Hölzer.
Um die entsprechenden stilistischen und ästhetischen Anforderungen zu erreichen, ist es unumgänglich den auszuführenden Malstil und die dazu notwendigen Materialien anzupassen.
Auch in modernen Bauten können mit dieser Technik sehr dekorative und gestalterische Effekte erzielt werden sowie auch wirtschaftlich interessante Lösungen gefunden werden.

Marmorierung

Wie bei der Maserierung findet sich der Ursprung der Technik der Marmorierung in der Antike. Für das Imitieren von diversen Marmor- und Steinarten werden seither verschiedenste Materialien und Auftragstechniken verwendet – auch hier reicht das Spektrum von einer stilisierten Interpretation bis hin zu einer naturgetreuen Darstellung.
Insbesondere in Sakralbauten wurden Marmorimitationen oftmals ausgeführt. Die aufgemalte Steinoberfläche/ Marmorierung ist aus Distanz meist nicht von einem Naturstein zu unterscheiden. Die Technik wurde auch als kostengünstigere Variante – dem Naturstein gegenüber – angewendet.
In zeitgenössischen, modernen Bauten können mit dieser Technik ebenfalls sehr dekorative und interessante Effekte erzielt werden.

Illusionsmalerei/Ornamente

Mit Hilfe von Perspektiven, Licht und Schatten wird in der Illusionsmalerei (Trompe l'Oeil) Architektur und Natur imitiert.
Der Blick des Betrachters soll getäuscht und somit den Eindruck von Realität vermitteln.
Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. So entstehen z.B. in der Kombination mit dem Faux-Bois (Holzimitation) oder Faux-Marbres (Marmorimitation) sowie der Steinimitation täuschend echte Holz-Täfelungen, Marmorflächen, Profilstäbe und Zierwerk aller Art.
Aufgemalte Architekturelemente, Landschaften und Himmel lassen Räume grösser, heller und leichter erscheinen

Schablonen

Für Raumgestaltungen mit repetitiven Mustern wurden vor allem bei den Dekorationsmalereien im 19. Jh. Schablonen angefertigt und verwendet. Sie wurden jedoch auch früher und noch heute verwendet. Die zumeist aufwendigen Muster werden im Vorfeld auf ein behandeltes Papier gezeichnet und ausgeschnitten. Das Zeichnen und Herstellen der notwendigen Schabloren sowie das Aufbringen wird in traditioneller Handarbeit ausgeführt. Das Aufbringen des Dessins mittels Schablone auf der Wand bzw. Deckenfläche erfordert Geschicklichkeit, Erfahrung und eine geeignete Materialauswahl.

Vergolden

Die verschiedenen Techniken der Vergoldung – ob Poliment- oder Ölvergoldung – kommen im Bereich der Architekturoberflächen immer wieder zu Anwendung. Dies bei historischen, wie auch zeitgenössischen Objekten.
Die verschiedenen Vergoldungstechniken werden oftmals angewandt bei der Gestaltung und Restaurierung von Bilderrahmen und Möbeln.

Sgraffito

Sgraffito stammt aus dem Italienischen von sgraffiare oder graffiare und kann mit kratzen oder schrammen übersetzt werden. Bei der Technik wird das eigentliche Bild oder Ornamente aus dem noch feuchten Verputz herausgekratzt. Nach dem Auftrag unterschiedlich farbiger Putzlagen wird in der Regel mittels einer Pause ein Motiv auf die Oberfläche skizziert. Im Anschluss wird mit unterschiedlichen Kratzwerkzeugen die oberste Putzschicht bearbeitet.
Diese Dekorationstechnik ist sehr beständig und findet sich oft im Graubünden und Tessin. Auch in unseren Gegenden wurde die Technik von verschiedenen Künstlern angewendet.
Das Wissen über diese Technik erlaubt es uns, Dekorationen neu herzustellen oder Teilbereiche eines Sgraffitos zu rekonstruieren.

Betonretuschen

Moderne Bauten werden oftmals in Sichtbeton gestaltet. Durch ihre „natürliche“ Beschaffenheit weisen Betonflächen eine grosse Lebendigkeit und Tiefenwirkung auf. Zu grosse Farbunterschiede und Fleckenbildung als Folge unterschiedlicher Einflüsse werden oft als Mangel und als störend empfunden. Durch Retuschen mit geeigneten Materialien kann die Oberfläche beruhigt und der Gesamteindruck mit relativ wenig Aufwand markant verbessert werden. Unsere restauratorische Erfahrung kann hier eins zu eins auf moderne Bauten übertragen werden.